Das Ortsbild von Poschiavo wird zu einem wesentlichen Teil durch die Häuser heimgekehrter Emigranten geprägt. Die Auswanderung als Zuckerbäcker war ein weit verbreitetes Phänomen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts, das die wirtschaftliche und soziale Realität der Valposchiavo prägte. Die zurückkehrenden Emigranten brachtendie notwendigen Mittel mit und neue Ideen. Die Palazzi werden auch heute gut gepflegt – nicht zuletzt deshalb erhielt Poschiavo 2025 den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes zugesprochen. Eines der Häuser an der Via dei Palazz ist das Devon-Haus - schon der Name verrät, wo der Erbauer früher tätig war. Der heutige Besitzer organisiert in seinem Haus regelmässig Filmvorführungen. Andere frühere Bewohner waren in Spanien tätig: Der Baustil erinnert an die Orte ihres Wirkens, weshalb das Quartier noch heute unter der Bezeichnung «Spaniolenviertel» bekannt ist.
Scannen Sie die QR-Codes an den Häusern und hören Sie sich die Geschichten der Zuckerbäcker an.